ResonanzTreppen
Im Treppenhaus vorhandene Klänge und Resonanzen wurden
dem Publikum durch auditive und visuelle Verfahren auf
ungewohnte Art zugänglich gemacht.
Durch die sich ergebenden neuen Perspektiven auf das
Universitätsgebäude im Speziellen und damit auch
Architektur und Raum im Allgemeinen
wird eine neue Sicht auf den oftmals als unpersönlich
empfundenen Raum angeregt.
Die gezeigte Gesamtinstallation bestand aus mehreren, sich ergänzenden und überlappenden Teilen.
Resonanzen
Das Treppenhaus als Ganzes wurde als Klangkörper aufgefasst. Dieses Instrument wurde gespielt, indem mehrere, an verschiedenen Stellen aufgestellte Lautsprecher Klänge produzierten. Diese regten Eigenfrequenzen des großen, durch die in ihm verlaufenden Treppen sehr komplexen Raum zum Klingen an. Das Publikum befand sich somit inmitten eines riesigen Instrumentes und erlebte die Entstehung der (teilweise sehr tiefen) Resonanzen hautnah mit. Durch kontinuierliche Veränderung der Basisklänge wurde ein langsames An- und Abschwellen des Instrumentenklanges hervorgerufen.
Geländer
Der Besucher konnte durch Anschlagen der Treppengeländer mit der Hand oder anderen Gegenständen Klänge erzeugen. Die entstehenden subtilen Obertöne wurden mit Hilfe von Kontaktmikrophonen aufgenommen und mit und Filtern dem Raum wieder einverleibt. Einev Echtzeit-Videoinstallation machte die Anschläge auch visuell erfahrbar.
Sonifikation
In Ergänzung wurden Projektinstallationen aus dem Bereich der Sonifikation eingeflochten, die anderweitige, mit dem Treppenhaus als Raum zusammenhängende Daten akustisch kommunizieren.Die in ResonanzTreppen entstandenen Klänge sind Teile eines charakteristischen Klangabbildes des Bielefelder Universitätsgebäudes und vermitteln so die Einzigartigkeit dieses Ortes. Die verwendete Technik dient nur zur Hervorhebung schon vorhandener Klang-Eigenschaften der Räume.
Weitere Photos sind >hier oder >hier (Felix) zu erreichen.